Kantorin Waltraud Huizing und Musiklehrer Rainer Meyer-Ahrend übten mit den angehenden Vuvuzela-Bläsern Rhythmus, Lautstärke und Klangstabilität, so dass die „Tröten-Truppe“ den Posaunenchor immer mit dem passenden Ton unterstützen konnte. Uwe Rottkamp: „Ob Zufall oder nicht – die Plastik-Vuvuzelas erzeugen ziemlich genau den Ton ‚B‘, der auch in einer normalen Trompete oder Posaune als Grundton entsteht.“
Deshalb könne man die Vuvuzelas durchaus in ein Musikstück einbinden. Natürlich immer nur mit dem einen Ton – nur Spezialisten können auf der „Tröte“ auch noch einen klanglichen zweiten, höheren Ton erzeugen. Rottkamp: „Deshalb bleibt das ganze natürlich vor allem eine Gaudi…“
Allerdings nicht ganz ohne Hintergedanken: Die Kirchengemeinde ist gerade dabei, die Posaunenchortradition neu zu beleben. Allerdings will man nicht ausschließlich auf die klassische Blechbläserei setzen, sondern das Spektrum erweitern: „Es sollen alle Instrumente mitmachen können, von der Klarinette über Flöten, Saxophone, Geigen, Waschbretter bis zum zu Schlagwerk aller Art“, verrät Kantorin Waltraud Huizing schon jetzt. Genaueres werde man demnächst bekannt geben.
Die Idee sei beim Besuch der französischen „Chaos-Band“ aus der Partnerstadt Millau entstanden, ergänzt Uwe Rottkamp: „ Die ‚Echos d’Avans‘ haben mit ihrer unbändigen Spielfreude und dem zelebrierten Spielvergnügen überall mit ihren Auftritten begeistert. So etwas möchten wir hier auch aufbauen.“
Ob Vuvuzelas da auch mitspielen können? Eher nicht. Allerdings, so Trompetenlehrer Meyer-Ahrend: „Wer auf der Tröte einen ordentlichen Ton erzeugen kann, der hat den ersten Schritt für’s Trompete- oder Posauneblasen schon getan!“ Ein Glücksfall war hier die gerade von dem niedersäschsischen Landesposaunenwart Reinhard Gramm frisch komponierte Deutsche Fußballfanfare für Bläser und Vuvuzelas: Einmal geprobt, konnten die jungen und alten Bläser nicht genug davon bekommen.